Wie beschreibe ich das Gefühl am besten?
Ich betrete diesen Raum. Diesen 80.000 Quadratmeter großen Raum. Rings um mich herum erstreckt sich die riesige Arena, für jemanden wie mich ein ganz neues Erlebnis. Wo soll ich zuerst hinsehen? Neunzehntausendeinhundertundzweiunddreißig Menschen sind heute hier. Ich spüre das beben, höre 19.131 Stimmen, spüre sogar von hier das kühle Eis. Jedes Härchen an meinem Körper stellt sich auf, mein Atem zittert. Nein, ich war noch nie in einem Stadion. Ich zücke meine Kamera und stecke sie erst gefühlte 7 Stunden später wieder weg. Spannend bis zum Ende. (Russland wär mir allerdings lieber gewesen, hätten wir wenigstens gegen den Weltmeister verloren.)
Ich hatte nie wirklich was mit Eishockey am Hut. Aber das werde ich sicherlich niemals vergessen - die Spannung, die Schnelligkeit, diese Präzision, mit einem Stick so umgehen zu können, die beinahe schwebenden Bewegungen über das Eis - als wären sie alle dort geboren, als hätten sie nie etwas anderes getan.


Aber wie konnte ich nur all die anderen tollen Dinge übersehen?
Spazieren am Rhein, bis die Füße wund sind. Schlafen bei 27° auf einer grünen Wiese, Wassergeplätscher und Stimmengewirr im Ohr. Nachts mit einem kühlen Desperados dasitzen und die Lichter der Brücken beobachten. In einer echten Kölsch-Bar echte kölsche Lieder gröhlen, echtes Kölsch trinken, echt Köln erleben. Nette Leute kennenlernen, zu zweit eine Flasche wein vertilgen. Nachts beim Pinocchio Pizza kaufen - und irgendwie vor lauter Promille vergessen sie zu Zahlen - immer den einen Menschen im Arm, mit dem man all diese Dinge erleben wollte. Bei Tag






















