Freitag, 28. Januar 2011

my life in boxes

Ich bin ja eigentlich gar nicht so ein Umzugsneuling. Trotzdem bin ich immer wieder überrascht, wie unglaublich viel Zeug ich eigentlich besitze - und das obwohl ich regelmäßig und viel ausmiste. Trotzdem stehen in meinem Zimmer nun schon zwölf Umzugskartons - und dabei habe ich meine Klamotten noch nicht angerührt.. nur meine Schuhe, die sind bereits verstaut. In insgesamt drei Kartons - auch das hätte ich wirklich nie gedacht.

Egal, raus aus dem Chaos, ab mit Erkältung und Conny im Schlepptau auf den Münchner Nachtflohmarkt, der war heute im Backstage - und diesmal war ich auch früh genug da. Man konnte sich sogar bewegen!
Neben einem Gewürzregal für die neue Wohnung, gefühlte 4823248 Kleider für Conny, einem Schmuckkästchen und ein paar Tücher bzw Schals habe ich dieses schöne Stück finden können:
Einen Ring für 3 EUR und diesen longlonglong-Cardigan von COS.
Ursprünglich kostete das Teil mal 160 EUR. Ich hab's für 15 bekommen. :p



Entschuldigt bitte die fürchterlichen Fotos, habe alles bereits gut verpackt.. deshalb musste der doofe Blitz herhalten und die noch doofere Bearbeitung.

Und somit stürze ich mich wieder zurück in mein Chaos.

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Wünscht mir Glück, wir sehen uns dann.. drüben.



hö..höhö



Donnerstag, 20. Januar 2011

Good Morning

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Osterferien 2009. So kurz vor dem Abi, zwei Wochen Ferien, einen Sommer haben der auch als solcher bezeichnet werden kann, die lange, geliebte Startbahn, das Gefühl frisch verliebt zu sein, diese Sorglosigkeit rundum.
Ich habe das lange vermisst, zu lange. Und egal wie sehr ich diese kurzen, kalten Wintertage hasse, egal wie sehr ich Schneeflocken, Weihnachten und absolut alles was mit dieser Jahreszeit zutun hat weitgehend verabscheue, hatte ich doch tatsächlich mal wieder ein paar Minuten, in denen ich es tatsächlich schaffte, rundum Sorgenfrei zu sein. Ein paar Minuten, in denen ich durch die Kälte watschle, mit meinen Steckern im Ohr, Schritte im Tackt zu Flipsyde.

Ich erinnere mich, wie ich mich jeden Morgen in den Osterferien, an dem ich nicht zuhause schlief, auf Mamas Fahrrad geschwungen habe und zu Kanye West's "Good Morning" Kilometer weit mit Rückenwind über die Startbahn nach Hause geradelt bin. On this day we become legendary, everything we dreamed of. Mama hat das auf den Tod gehasst, aber das Fahrrad blieb Gott sei Dank heil.
Und jetzt ist es zwar eisig kalt, Ferien habe ich auch keine und die damalige rosarote Welt hat einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen - aber trotzdem laufe ich mit einem strahlen auf den Lippen durch das liebe Dorf hier (ja, GANZ GANZ eventuell ist es mir doch ETWAS ans Herz gewachsen) und erinnere mich daran, wie ich dort hinten eines Nachts zusammen mit Christina böse MÖRDER-Parolen an einen Pelzladen klebte und Eier unter die Fußmatte legte, wie wir fest davon überzeugt waren dass da eine fiese fiese Fratze aus dem Nichts auftaucht wenn wir durch dieses Fenster da oben blicken (wir haben dann meine Katze hochgehalten - keine Fratze), oder wie ich das aller erste mal vor unserem gelben Haus stand und mir dachte "so, hier Wohn ich nun also". Mir fällt ein, dass ich Momentan alles habe, was ich brauche. Den besten Studienplatz der Welt und schon sehr bald meine eigenen vier Wände. Ich freue mich darauf.

Dort werden dann neue gute und böse Erinnerungen gesammelt an die ich zurückdenken kann, wenn ich mal wieder meine paar Minuten habe, in denen ich mein Leben einen herzhaften Schmatzer auf die Backe geben will.



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Gestern Abend war ich grau in grau.




Man huldige das Kabel und die Haarspange auf dem Boden!
Vintage Stiefel, Asos Strümpfe, H&M Cardigan, Topshop Loop Schal.

Ich habe vorgestern übrigens meinen kompletten Blog mal kategorisiert. War da ja immer viel zu faul für, jetzt kann man sich aber da Rechts mal druchklicken.


Und jetzt, jetzt geh ich wieder ein bisschen Evoleeq Videos gucken und über Eimer lachen und Eimer bewundern. Weil ich hab den schon ein bisschen gern.
Über Eimer lachen kann man HIER, und über Eimer staunen kann man HIER. Wer Kinder von Eimer will muss sich aber ganz weit hinten anstellen.


Sonntag, 16. Januar 2011

abhotten

Ich kann mich tatsächlich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal so richtig bis zum Schluss geblieben bin. Ich meine so bis zum bitteren Ende, einer der letzten verzweifelten, armseligen nach Zigaretten, Schweiß und Alkohol stinkenden Überreste einer gigantösen Feierei. Eben genau bis zu jenem Zeitpunkt, an dem der eben noch tobende Laden in eine so trostlose und widerliche Helligkeit getaucht wird. Plötzlich sehen die hotten Gurlz gar nicht mehr so hot aus. Das merkt jetzt auch der Typ, der die blonde da gerade begrabbelt.

Ich sitze hier hinten in meiner Sofaecke, rauche illegalerweise eine Zigarette. Der klebrige Tisch dient als Fußablage. Rechts unterhält sich der Blumentopfmann (der von Silvester, man erinnert sich) mit irgend einem Typen. Der Platz links neben mir ist frei, wird aber alle 10 Minuten von neuen armseligen Vollidioten besetzt die meine Einsamkeit als verzweifelten "fickmich"-ruf deuten.
Meine Übernachtungsmöglichkeit will und will einfach nicht nach Hause gehen. Ich kann nicht mehr, meine Beine tun mir weh von der ganzen Tanzerei, meine Lunge brennt von der ganzen Raucherei, mein Magen rumort von der ganzen Sauferei, meine Haare sehen überdurchschnittlich scheisse aus von der ganzen Kopfnickerei. Also tue ich das, was ich am besten kann und so wenig Anstrengung wie möglich bedarf: Ich beobachte das geschehen, mach mir geistig ein paar Notizen, damit ich es später, wenn ich das hier niederschreibe, auch nichts vergesse. Natürlich habe ich alles vergessen.

Es ist jetzt ca. sieben. Nachdem nun auch die Musik aus ist, besteht selbst für meine feierwütige Begleitung kein Grund mehr hier zu bleiben. "HIER SSSIN ÜBERHAUBD GEINE HEISN WEIBER MEHR!" Jajajaaaa.

Eine Stunde später, nach einer Rauferei auf der Straße, einen "wer-kann-wen-länger-tragen-contest", 6 Chickenwings, einen Whopper, einen Veggie-Whopper und über hundert Stufen aufwärts in den 5. Stock später liege ich endlich ein einem Bett. Der Mitbewohner ist nicht da, ich darf sein Zimmer besetzen, hehehe.

Das war der erste Sonnenaufgang dieses Jahres. Auch wenn ich ihn in meiner Trunkenheit wahrscheinlich nicht ganz so zu würdigen wusste, ich glaub er war schon ziemlich gut. Genau so wie der Abend, der war eigentlich auch ziemlich gut. Abschalten können ist so eine Sache, die ich eigentlich gar nicht drauf habe.
Die bösen Geister kommen spätestens mit der Ausnüchterung. Oder vor dem alleine einschlafen. Oder beim Aufwachen.


Oder jetzt.



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Ein paar Stunden vorher:
Tanja hat sich mal wieder bereit erklärt für mich zu modeln. Musste noch ein Bild zum Thema "Wetter" machen, und diesen Schneeprinzessinen-Kram wollte ich sowieso schon immer mal machen. Gott sei Dank ist Tanja ein Landkind mit Leib und See, kennt sich also im tiefsten Walde immernoch aus. Einen neuen Freund haben wir auch gefunden:


Frage mich, was der Fratz zu dieser Jahreszeit an der frischen Luft sucht.






Das Resultat:

Die Mütze ist vom H&M.

Die Bilder bitte unbedingt ANKLICKEN.


Übrigens: Ich habe (auf Wunsch) meine FAQ-Seite noch ein bisschen erweitert - da steht nun auch was ich so an Fotozeug besitze: Klick


Mittwoch, 12. Januar 2011

ganz viel sorry...

...für meine Abwesenheit in letzter zeit, muss gerade viel viel für die Uni tun.
Außerdem wird mein Gehirn momentan von allen seiten gefickt von allem möglichen Gefühlsgewirr, dass man nicht in Textform zum Ausdruck bringen will/darf, so schade das auch ist und so gern ich es tun würde. Deshalb quatsche ich euch lieber mit sinnlosem alltagstauglichen Geschwafel voll.

Meine Portraitserie ist fertig. Keines der anderen beiden Bilder ist auch nur ansatzweise so gut wie das erste, aber trotzdem denke ich gehöre ich damit zu den besseren unter uns. Weil ja, heute beim Drucken in der Uni hat mich doch tatsächliche eine 3.-Semestlerin gefragt, ob ich denn schon im höheren Semester bin. Und als ich mit "Nein, im ersten" antwortet drehte sie sich zu ihrem Kumpel um und sagte "Scheisse, die sind ja besser als wir.."
Wenn ich Eier hätte, wären sie mir bestimmt bis auf Ballongröße angeschwollen vor Stolz.

Hier die Ergebnisse (bitte ANKLICKEN!)



Bis zum 25. Muss ich alles abgegeben haben, am 1. Februar ziehe ich um und nein, ich habe noch immer kein Internet bestellt. Also bitte liebe Freunde der Sonne, habt Geduld mit mir, ich werde bald zurück sein. :*

Sonntag, 2. Januar 2011

pppfffffiuuuuuu!

Silvester hatte dieses Jahr so eine ganz komische bittere Melancholie.
Zehn, neun, acht, sieben.. und so weiter. Juhuuu, zwölf Uhr. Meine Wunderkerze funkelt so vor sich hin, wild fuchtelnd jauchze auch ich vor Freude. Binnen weniger Sekunden ist diese aber genau so schnell wieder verflogen, wie sie sich angeschlichen hat - ein Blick nach rechts, ein Blick nach links, ich muss mich also erstmal hinten anstellen. Weil alle knutschen. Klar, das macht man halt nunmal so. Also hefte ich meinen Blick wieder auf meine Wunderkerze, beiß mir ein bisschen auf die Lippen. Scheisse, ich kenn das gar nicht, dieses allein sein an Silvester. Scheisse, ist das scheisse scheisse.
Natürlich war's nur ne kleine Wunderkerze. Keine Funken mehr. Schnell Tabakbeutel rausholen und Zigarette drehen, schön was zutun haben, bis die sich mal alle fertig abgeschleckt habe. Es kommt mir tatsächlich vor wie eine Ewigkeit, dabei ist es wahrscheinlich nicht mal mehr eine Minute. Das widerliche Alleinseingefühl macht mir tatsächlich mehr zu schaffen als ich dachte. "FROHE NEUES ANGELAAAAAAA!"
Oh yeah sie sind fertig, prima, dann kann ich ja jetzt meine Runde machen. Pfiiiuuuu krrrkrkrkrkrrcchchhhh pfffiiiiiiiuuuuuuuuuu.
Ach, gebt mir einfach noch ein bisschen mehr Sekt.


Gott sei Dank habe ich nicht verlernt zu feiern. Ich glaube, das werde ich nie. Das kann man allein sowieso fast besser, und mit einer Freundin an der Seite erst recht. Bis um sechs Uhr morgens haben wir getanzt, die Conny und ich. Getrunken, getanzt, gelacht, dann hier hin, wieder da hin, kurz raus, schnell aufs Männerklo rennen - da geht's bekanntlich schneller, wieder tanzen, anstoßen mit dem Typ von Blumentopf, bisschen kichern weil man ja doch ein wenig Groupie ist und irgendwann auf'm Weg heim noch bekannte Gesichter treffen, rumtrödeln, rumblödeln, noch mehr lachen, einen Sitzplatz in der total überfüllten S-bahn finden (um 6 Uhr morgens!) und insgesamt ja doch einen richtig guten Abend erlebt haben.

Und dann später doch wieder feststellen, dass man heute alleine schlafen wird.


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Ein Paar Spuren hat Silvester ja schon hinterlassen... meine Stimme war schon mal kräftiger. Ein bisschen rumgammeln hat aber bekanntlich noch niemandem geschadet.

dorothy perkins kleid (alt), h&m strümpfe, topshop schal.




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Was ich euch auch nicht vorenthalten darf: Ein Teil meiner Semesteraufgabe ist es, mich selbst darzustellen, auf dreiverschiedenen Bildern. Eines davon habe ich bereits fertig, sehet selbst (bitte anklicken!)



Soll sowas wie "Gemüse ist mein Fleisch" (danke hierfür! ;D) sein. Und ich hatte noch Kunstblut übrig. Und irgendwie find ichs ganz witzig, obwohl ich ja - um es nochmal zu betonen - ein sehr sehr netter vegetarier bin. :)